JAHRESBERICHT 2020 | 2021

Die Corona-Pandemie war in den vergan- genen Monaten ohne Zweifel das dominie- rende Thema. Sie hat das gesellschaftliche Leben und die Politik weltweit bestimmt. Auch den Klimawandel mit seinen drama- tischen Auswirkungen hatte die Pandemie eine Zeit lang aus den Köpfen der Men- schen und den Medien verdrängt. Ist das Thema damit endgültig von der Agenda verschwunden? Nein, definitiv nicht, das Gegenteil ist der Fall. Die EU-Kommission stuft die Covid-19-Krise als „Nachhaltigkeitskrise“ ein und sieht einen engen kausalen Zusammenhang zwischen der Pandemie und den Bedrohungen für das Ökosystemmit dem Verlust an Biodiversität. Auch die Rekordhitzewellen in Kanada oder sintflutartige Regenfälle in Europa haben in den letzten Monaten die Dringlichkeit der Problematik nochmals unterstrichen. Klimaschutz und Nachhaltigkeit erhalten pandemiebedingt zusätzliche Dynamik. Wir werden unseren Umgang mit den natürlichen Res- sourcen und unsere Art zu wirtschaften ändern müssen, und es ist gut, dass das Bewusstsein für diese Herausfor- derungen in der Breite der Gesellschaft gewachsen ist. Klar ist, dass die angestrebten Veränderungen massiv sind und ambitioniertes Handeln erfordern. Wichtig ist aber auch eine richtige Balance und behutsame Regulierung, um den Unternehmen nicht die Stärke für den Wandel zu rauben. Denn nur mit einer kraftvollen Wirtschaft kann der in Deutschland und Europa bevorstehende umfassen- de Strukturwandel gelingen. Dem Finanzmarkt kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Um Geschäftsmodelle und Produktionsweisen auf Klimaneutralität umzustellen, sind massive Investitio- nen notwendig. Als maßgebliche Akteure sind dann die Banken gefordert, denn sie haben Know-how, Instru- mente und das Personal, um die notwendigen Mittel für die Transformation zu mobilisieren. Über „Sustainable Finance“ können sie Investitionen in die Richtung nach - haltiger Unternehmen und Produktionsweisen lenken. Öffentliche Banken sind auf diese Entwicklung sehr gut vorbereitet und hatten hier schon immer eine Vorreiter- rolle inne. Vor diesem Hintergrund fokussiert sich unsere Tochter­ gesellschaft mit diesem Jahresbericht auf einen der wichtigsten Megatrends. Solche Entwicklungen mit ihren Konsequenzen frühzeitig zu erkennen und sicherzustel- len, dass sich diese schnell und ausreichend im Dienst- leistungs- und Produktangebot wiederfinden, ist für einen modernen Dienstleister der entscheidende Erfolgsfak- tor. So kann VÖB-Service als exklusive Manufaktur für Speziallösungen in der Kreditwirtschaft bestehen und ihr Leistungsangebot auf höchstem Niveau halten. Für diesen Anspruch arbeiten der Bundesverband Öffent - licher Banken Deutschlands, VÖB, mit seiner Tochterge- sellschaft VÖB-Service seit Jahrzehnten eng zusammen und unterstützen Mitgliedsinstitute und Kunden gerade in tiefgreifenden Veränderungsprozessen. Als Verband bün- deln wir die Interessen unserer Mitglieder und vertreten diese gegenüber Behörden, Politik und Medien. So wirken wir über fundierte Facharbeit und den transparenten Informationsaustausch auf die Gestaltung von Rahmen- bedingungen ein. Flankierend setzt VÖB-Service mit ihren Dienstleistungen und Produktlösungen an. Als Beispiel sei hier das Taxo Tool für Sustainable Finance genannt. Unse- re gemeinsame Arbeit erlaubt es unseren Mitgliedern und Kunden, den Fokus voll und ganz auf die Herausforderun- gen der Zukunft mit sich ständig verändernden Märkten und Kundenbedürfnissen zu legen. Nachhaltiges Wirtschaften ist eine Herausforderung – begreifen wir es aber auch als große Chance für den Wirtschaftsstandort Deutschland! Ich bin zuversichtlich, dass es gelingt, den ökologischen Wandel ökonomisch zu gestalten. Gemeinsam stehen wir an der Seite unserer Mitgliedsinstitute. VÖB und VÖB-Service wollen auch in dieser Transformation Top-Dienstleister sein. Iris Bethge-Krauß Hauptgeschäftsführerin, Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB Grußwort Iris Bethge-Krauß 4 VÖB- Service

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