JAHRESBERICHT 2020 | 2021

Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht In der aktuell vorliegenden Planung für das Jahr 2021 wird mit einem Umsatz von TEUR 14.815 sowie mit einem Ergebnis vor Ertragsteuern von TEUR 821 geplant. Der Anstieg der Umsatzerlöse gegenüber dem Geschäftsjahr 2020 ergibt sich unter anderem aus der Fortführung des Projektes Ländergutachten sowie durch geplantes Neugeschäft in dem Produktsegment RADAR. Aufgrund des geplanten Anstiegs der allgemeinen Aufwendungen sowie höheren Personalaufwendungen beläuft sich das geplante Ergebnis vor Ertragsteuern über dem Niveau des Berichtsjahres. Die Erhöhung der Personalaufwendungen steht im Einklang mit der geplanten Mitarbeiterstärke. Die Aufwendungen für Abschreibungen erhöhen sich in der Planung 2021 gegenüber dem Vorjahr aufgrund von geplanten Anlagezugängen. Weiterhin wird angestrebt, dass mittelfristig alle Pro- fitcenter einen positiven Beitrag zum Gesamtergebnis leisten. Die Umsatzrendite vor Ertragsteuern in der aktuellen Planung 2021 beläuft sich auf 5,5 Prozent. 2. Chancenbericht Durch den weiterhin hohen Regulierungsdruck in der Kre- ditwirtschaft sieht die Gesellschaft Chancen durch höhere Nachfragen an bestehenden Produkten. Die hohe Kunden- anzahl beim Produkt RADAR kann zu einem guten Absatz der Schwesterprodukte teamRADAR und RWC (Regulatory Workflow Center) sowie des neuen Moduls Bestandsnor - men führen. Mit dem neuen RADAR-Modul für Versicherun- gen wird ein neuer Kundenkreis angesprochen. Durch die Virtualisierung fast aller Angebote im Bildungs- bereich hat die Gesellschaft ihr Portfolio erweitert, was zur Neukundengewinnung führen kann. Durch die Erweiterung von LeDIS um das Modul LeDIS Contract können nicht nur den bestehenden Kunden Zusatzleistungen angeboten werden, sondern es können auch neue Kundengruppen erreicht werden, für die LeDIS aufgrund ihres zu kleinen Derivatvolumens bisher nicht infrage kam. Mit den neuen Produkten zum Outsourcing-Management sowie dem Taxo Tool können zusätzliche Umsätze generiert werden. Insbesondere beim Taxo Tool möchte die Gesellschaft durch frühzeitige Entwicklung einen Vorsprung vor anderen Software-Anbietern amMarkt erwirken. 3. Risikobericht Ein erhebliches Risiko besteht, wie in den Rahmenbedin- gungen beschrieben, in der anhaltenden Corona-Pan- demie und dem unsicheren weiteren Verlauf sowie den kaum abzusehenden Auswirkungen. Darüber hinaus bestehen die Risiken für die Gesellschaft grundsätzlich weiterhin aus der Konsolidierung im Bankenbereich, da sich hier Gefahren unter anderem im Lizenzverkauf sowie den Teilnehmerzahlen im Bildungs- bereich abzeichnen. Des Weiteren gibt es bei vielen Kreditinstituten umfassende Kostensenkungsprogramme, die unter Umständen zu Umsatzeinbußen führen können. Ein weiteres Risiko sieht die Gesellschaft im Bereich des Fördergeschäftes. Dadurch, dass die Förderinstitute zunehmend eigene Leistungen zur digitalen Abwicklung des Fördergeschäftes anbieten, kann dies mittelfristig zu Umsatzrückgängen in diesem Produktsegment führen. Die BAIT (Bankaufsichtliche Anforderungen an die IT) stellen höhere Anforderungen an die Dienstleistersteu- erung der Kreditinstitute. Dies bedeutet für die VÖB- Service GmbH, dass sich die Zeiträume für Angebots- und Vertragsverhandlungen deutlich verlängern werden und es erhöhte Anforderungen an die Gesellschaft geben wird, wie z. B. geforderte Zertifizierungen, die zu einer Erhö - hung der Aufwände führen können. Es wird von einer weitgehend kontinuierlichen Geschäfts - tätigkeit in allen Geschäftsbereichen ausgegangen. Für die Gesellschaft bestehen keine wesentlichen finanzwirt - schaftlichen Risiken, für die planerisch nicht Vorsorge getroffen wurde. 48 VÖB- Service

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