JAHRESBERICHT 2022 | 2023

tion auf die eigenen Kernkompetenzen und liefert einen wesentlichen Beitrag zur Wertschöpfung. Unser Ansatz war es, das TAXO TOOL als Lösungsbaustein zu Ermittlung der Taxonomiekonformität so auszugestalten, dass es sich fl exibel in die institutseigenen Prozesse integrieren lässt und dabei die institutspezifi schen Belange hinreichend berücksichtigen kann. Die Herausforderungen waren, die enorme Komplexität der EU-Taxonomie für Anwender greifbar und leicht bedienbar zu machen sowie Automatisierungsmöglichkeiten möglichst umfassend zu nutzen. Deshalb haben wir gemeinsam mit dem Bundesverband Öff entlicher Banken Deutschlands, VÖB, und unserem Kooperationspartner, der Dydon AG, diese Soft ware-Lösung zur Umsetzung der EU-Taxonomie für nachhaltige Investitionen entwickelt. Das TAXO TOOL kann Wirtschaft saktivitäten auf ihre Taxonomiekonformität analysieren und bewerten. Ausgehend von diesem Startpunkt verbessern wir die Usability und den Bedienkomfort fortlaufend. Der Leistungsumfang wird stetig ausgebaut. Über eine Entwicklungsgemeinschaft mit der RSU GmbH & Co KG aus München haben wir eine technische Schnittstelle entwickelt, die es ermöglicht, die bestandführenden Systeme der Finanzinstitute anzubinden und damit den Datenerfassungsaufwand bei den Nutzenden weiter zu reduzieren. Zusätzlich kann die von der EU-Regulierung geforderte Bewertung der standortbezogenen Klimarisiken im Tool automatisiert erfolgen. Gerade die Beantwortung der Fragen zu diesen Risiken stellt die Nutzenden vor nahezu unüberwindliche Herausforderungen, da die erforderlichen Daten in den wenigsten Fällen bekannt sind. Durch die Anbindung an den Datenpool der Munich Re kann diese wesentliche Lücke geschlossen und hier ein signifi kanter Mehrwert in der praktischen Arbeit erreicht werden. Fazit ist, dass die Anforderungen im Kontext der EU-Taxonomien auch in Zukunft weiter ansteigen und hochdynamisch sein werden. Das TAXO TOOL wird Nutzende bei der Erfüllung dieser Anforderungen bestmöglich unterstützen. Sicherlich wird es im Kontext der verschiedenen Umsetzungen auch einmal zu Missgeschicken kommen, die dann eine Einbindung des internen Risikomanagements erforderlich machen. Wenn das Ereignis eingetreten ist, gilt es den Schaden zu begrenzen. Viel wichtiger ist allerdings, im Sinne eines aktiven Risikomanagements mögliche Risikoereignisse im Vorfeld abzuwenden. Der eigene Fundus an solchen Ereignissen ist in der Regel überschaubar und gerade im Bereich der Großschäden eher schwach ausgeprägt. Das ist einerseits gut, erfordert andererseits bei der aktiven Risikosteuerung trotzdem eine Berücksichtigung, um mitigierende Maßnahmen erfolgreich umsetzen zu können. Nur wenn die Chance gegeben wird, Fehler zu machen, können Unternehmen aus ihnen lernen. Öff SchOR – Öff entliche Schadenfälle OpRisk bietet hierzu einen reichhaltigen Fundus an Ereignissen aus dem Großschadenbereich BANKENSOFTWARE BERATUNG ACADEMY INFORMATIONSDIENSTE 26 VÖB-Service

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